Ein persönlicher Bericht von Rene. Fotos: Rene / Vanreise.eu.
Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, waren Jacky und ich für Vanreise Network akkreditiert auf der MagicCon 9 im Maritim Hotel Bonn. Wir wollten fotografieren, die verschiedenen Bereiche erkunden und Menschen und Projekte kennenlernen. Genau diese Begegnungen nahmen schließlich so viel Raum ein, dass wir längst nicht alles sahen. Für uns war ein Tag zu wenig.

Ankommen zwischen Glasaufzügen und Kronleuchtern
Unser Besuch begann mit einer kleinen Parkplatzgeschichte. Der Vanreise-Transporter passte nicht in die Hotelgarage, deshalb stellten wir ihn einige Straßen entfernt ab. Auf dem Weg zum Hotel verliefen wir uns und mussten umkehren. Dass wir bei der Abreise auch noch länger nach dem Auto suchten, machte die Sache rückblickend vor allem zu einer ziemlich witzigen Erinnerung.
Im Hotel meldeten wir uns bei unserer Ansprechpartnerin und bekamen nach kurzer Wartezeit unsere Bändchen. Anschließend standen wir im Foyer. Die Glasaufzüge, auffälligen Leuchten und spiegelnden Flächen gefielen mir ausgesprochen gut. Das Hotel gab der Convention einen ganz eigenen Rahmen.
Zeitweise waren wir mit Steffi unterwegs, die als reguläre Besucherin mehrere Fotosessions gebucht hatte. Wir wollten sie bei einem Termin begleiten, um den Ablauf kennenzulernen. Das ließ sich spontan leider nicht einrichten. Während ihrer Termine war ich deshalb unter anderem mit der Kamera unterwegs. Ein Panel an der Hauptbühne haben wir ebenfalls angeschaut; den Gast kann ich aus der Erinnerung nicht mehr sicher benennen.
Entdeckungen an den Händlerständen
Zwischen den Programmpunkten schauten wir uns die Händlerstände an. Kleidung, Sammelfiguren, Merchandise und dicht belegte Auslagen mit Pins boten reichlich Gelegenheit, stehen zu bleiben. Gerade die kleinen Motive und Details machten den Rundgang für mich interessant. Solche Entdeckungen gehören zu den Dingen, für die ich mir auf einer Convention gern Zeit nehme.


Cosplay und Gespräche abseits der Bühne
Die Cosplayer, denen wir begegneten, erlebte ich als herzlich und offen. Zwei Personen kannten wir bereits von anderen Conventions. Aus Fotomomenten wurden immer wieder längere Unterhaltungen. Diese Gespräche haben unseren Tag wesentlich geprägt.
Einige Kostüme waren aufwendig gearbeitet, andere schlichter. Bei allen, mit denen wir ins Gespräch kamen, war für mich die Freude am eigenen Cosplay spürbar. Mich interessierten vor allem die Ideen und die Menschen hinter den Kostümen.



Ein Catwalk mit viel Humor
Der Cosplay Catwalk gehörte zu meinen Höhepunkten. Die beiden Personen, die durch das Programm führten, moderierten so witzig, dass das Publikum immer wieder lachen musste. Gleichzeitig verfolgten die Zuschauer die Auftritte aufmerksam, und die Cosplayer präsentierten ihre Kostüme mit spürbarer Begeisterung.
Wir sahen allerdings nur ungefähr die Hälfte des Catwalks. Parallel lief die Live-Musik, die wir ebenfalls mitbekommen wollten. Also lösten wir uns von der Bühne und wechselten den Saal.

Live-Musik und tanzende Besucher
In einem größeren, farbig beleuchteten Saal spielte eine Band, deren Klang auf mich mittelalterlich geprägt wirkte. Wir kamen relativ spät hinzu, erwischten aber noch einen Teil des Auftritts. Besucher tanzten und feierten zur Musik. Mir gefiel dieser Ausschnitt sehr gut, auch wenn wir das Konzert nicht vollständig gesehen haben.

Eine Miniaturwelt mit versteckten Überraschungen
Besonders lange blieben wir an einer großen Miniaturlandschaft stehen. Zahlreiche Figuren und Orks, gewaltige Festungsmauern und eine Adlerfigur bildeten eine Fantasy-Schlacht, die mich an Tolkiens Welt erinnerte. Je genauer ich hinsah, desto mehr Einzelheiten entdeckte ich. Zwischen den Details waren auch kleine Überraschungen versteckt. Besonders erinnere ich mich an eine Figur im Stil eines Stormtroopers.

Jacky führte dort unser einziges Interview des Tages. Das ungefähr 17 Minuten lange Gespräch entstand mit jemandem, der selbst am Bau des Projekts beteiligt war. Auch nach dem Ende der Aufnahme blieben wir noch lange und unterhielten uns über die Arbeit und die Gestaltung. Dabei wurde für mich deutlich, wie viel Leidenschaft in diesem Projekt steckte. Das Interview ist noch im Schnitt und soll separat erscheinen.
Ein weiteres Miniaturmotiv auf unserem Rundgang war ein kleines Haus mit einem sorgfältig angelegten Garten. Auch hier lohnte sich der Blick auf die Details, von den Blumenbeeten bis zu den kleinen Figuren.

Foodtrucks am Brunnen und teure Hotelgetränke
Im Außenbereich standen mehrere Foodtrucks rund um einen Brunnen. Im Vergleich zu den Veranstaltungsräumen ging es dort während unseres Besuchs eher ruhig zu. Drinnen gab es außerdem einen Bistro- beziehungsweise Restaurantbereich, Getränke vom Hotel und ein Whisky-Tasting-Angebot.


Die Hotelgetränke empfand ich als ausgesprochen teuer. An den genauen Betrag und die Gebindegröße erinnere ich mich allerdings nicht sicher genug, um einen Preis zu nennen. Auch einen umfassenden Vergleich der Essensangebote kann ich aus unserem Besuch nicht ableiten.
Für unseren Besuch war ein Tag zu knapp
Geärgert hat mich vor allem, dass wir nicht alles von der Convention gesehen haben. Gespräche, Fotos und das Interview beanspruchten mehr Zeit, als wir für diesen einen Tag eingeplant hatten. Die Begegnungen hätte ich aber auch nicht einfach abkürzen wollen. Ein strafferer Ablauf hätte zwar mehr Programmpunkte ermöglicht, wäre für uns jedoch zu stressig geworden.
Für mich hat sich die MagicCon 9 klar gelohnt. Jacky teilt meinen Eindruck. Besonders in Erinnerung bleiben die herzlichen Gespräche, die humorvolle Catwalk-Moderation und die Zeit am Diorama. Die hohen Getränkepreise ändern daran nichts. Sollte es künftig wieder eine Gelegenheit für einen Besuch geben, würde ich gern zurückkommen. Dann würde ich zwei Tage einplanen, damit neben dem Programm genug Zeit für die Menschen bleibt.
Weitere Bilder von unserem Besuch in der MagicCon-Fotogalerie